Marktstammdatenregister für PV-Anlagen

13.10.2020 | Nachtragungsfrist endet im Januar
Um einen detaillierten Überblick über den Strom- und Gasmarkt zu erhalten, haben die deutschen Behörden zum Jahresbeginn 2019 dasMarktstammdatenregister eingeführt. Dort müssen sich nicht nur Unternehmen eintragen, sondern auch Privatpersonen, die selbst Energie erzeugen und/oder speichern – also auch Nutzer*innen von Batteriespeichern, Photovoltaik- oder KWK-Anlagen.
 
Wer eine solche Anlage nach dem 1. Juli 2017 gebaut hat, wurde in der Regel bereits auf das Marktstammdatenregister hingewiesen. Dort muss die entsprechende Anlage nämlich innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme gemeldet werden. Bei älteren Anlagen, die also vor dem 1. Juli 2017 installiert wurden, hat der Gesetzgeber eine Schonfrist zur Nachtragung gestattet.
 
Diese Schonfrist endet jedoch am 31. Januar 2021. Wer nach diesem Datum eine Photovoltaikanlage oder einen Batteriespeicher betreibt, der nicht gemeldet ist, verliert die EEG-Vergütung. Unseres Wissens nach sind derzeit noch Tausende Anlagen in ganz Bayern nicht gemeldet. Ihnen allen droht – bei nicht rechtzeitiger Meldung – das Ende der EEG-Vergütung.
 
Weitere Informationen zum Marktstammdatenregister gibt es auf der Internetseite der Bundesnetzagentur. Die Energiewende Oberland hat zudem ein Tutorial gedreht, mit dem die Eintragung einer PV-Anlage erklärt wird.