So war der Tag der Wärme in Putzbrunn.

12.10.2026 | Praktische Impulse rund um die Wärmeversorgung der Zukunft holten sich die 400 Besucherinnen und Besucher des Info-Tags der ARGE Geothermie & Wärmewende.
Die Veranstaltung der acht Kommunen der ARGE Geothermie & Wärmewende gemeinsam mit dem Landkreis München und der Energieagentur Ebersberg-München brachte am Freitag (9. Oktober) geballtes Fachwissen und konkrete Hilfestellungen rund um die Wärmewende zusammen.

Von der großen Perspektive bis zur ganz persönlichen Heizungsentscheidung: Das Vortragsprogramm spannte einen Bogen über die wichtigsten Themen der künftigen Wärmeversorgung. Christian Pho Duc, Chief Technology Officer der Smartenergy Group, zeigte, wie Energie- und Wärmewende zusammenhängen und formulierte damit einen wichtigen Gedanken für den Tag: man muss alles miteinander denken und stets schauen, wo sich Synergieeffekte ergeben. Ein Gedanke, der sich wiederum ganz konkret bei den Ausstellern widerspiegelte, die etwa die Vorteile der Kombination von Photovoltaik und Wärmepumpe darstellten. 

Anschließend rückten Nah- und Fernwärmenetze in den Fokus. Sebastian Schäffler von Baugrund Süd und Wolfgang Geisinger von der Geothermie Unterhaching erläuterten, wie Wärmenetze zur Versorgung von Gebäuden, Quartieren oder gleich ganzen Kommunen beitragen können. Thomas Kuhndörfer von der Energieberatung Kuhndörfer widmete sich der Wärmepumpe und vermittelte Wissenswertes rund um diese Heiztechnik.

Auch bei Gesetzen, Sanierung und Fördergeld gab es wertvolle Orientierung. Gisela Kienzle, Energieberaterin für die Verbraucherzentrale Bayern und Mitarbeiterin der Energieagentur Ebersberg-München, informierte über das neue Gebäudemodernisierungsgesetz und zeigte in einem weiteren Vortrag auf, welche Rolle die Gebäudehülle bei der energetischen Sanierung spielt. Denn je weniger Wärme über Dach, Wände und Fenster verloren geht, desto effizienter lässt sich ein Haus beheizen. Stephanie Zöllner, ebenfalls Energieberaterin für beide Einrichtungen, brachte anschließend Licht in die aktuelle Förderlandschaft und gab einen Überblick über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Maßnahmen im Wärmebereich.

Auf der Ausstellungsfläche präsentierten regionale Handwerksbetriebe moderne Heizsysteme zum Anfassen und Erleben – darunter eine Wärmepumpe, die zugleich zum Kühlen eingesetzt werden kann und die Veranstaltung mit eiskalten Getränken versorgte. Im direkten Austausch mit den Fachleuten konnten Besucherinnen und Besucher ihre individuellen Anliegen besprechen und sich zu Technik und den Voraussetzungen im eigenen Gebäude informieren.

Wie sich die Wärmeversorgung künftig direkt vor der eigenen Haustür entwickeln könnte, zeigte die kommunale Wärmeplanung der acht beteiligten Gemeinden. Sie gibt Orientierung für die kommenden Jahre und macht sichtbar, wo Wärmenetze eine Rolle spielen können und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen gefragt sind. Für alle, die eine Heizungsmodernisierung planen, ist das eine wichtige Grundlage, um die nächsten Schritte gut informiert anzugehen.

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