Neues Ladenetz in Unterhaching
01.07.2021 | Projekt des Monats Juli 2021
Ein Elektroauto wohnortnah, einfach und umweltfreundlich laden, das geht jetzt auch in Unterhaching sehr gut. Seit Mai 2021 stehen im Gemeindegebiet 14 neue Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten für Typ-2-Stecker zur Verfügung. „Unterhaching lädt auf" nennt sich das Projekt der Gemeinde, ein Service für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für alle Gäste der Gemeinde.Die Idee dazu entstand im November 2017. Leonie Pilar, Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Unterhaching, nahm an einer Fachkonferenz des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) teil. Dort erfuhr sie von den Fördermöglichkeiten für Ladeinfrastruktur, die der Freistaat den Kommunen bereitstellt – und war sofort begeistert.
Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Energievision Franken GmbH, das auch das gesamte Projekt begleitete, entwickelte die Gemeinde ein Konzept, dessen Umsetzung nicht immer ganz reibungslos verlief, wie Leonie Pilar erzählt. Bei der Ausschreibung der Ladesäulen gab es Verzögerungen, da bei der ersten öffentlichen Ausschreibungsrunde keine Angebote abgegeben wurden.
Ein Grund war, dass erst wenige Firmen die gewünschten, flexiblen Zahlungsfunktionen unterstützten. Letztendlich konnte im Oktober 2020 bei der zweiten beschränkten Ausschreibung mit der regionalen Firma Elektrotechnik Forster ein Installationsunternehmen gefunden und im November 2020 mit den Bauarbeiten gestartet werden.
Einfache Bedienbarkeit steht bei den Zahlmöglichkeiten im Fokus: Sowohl mit einer EC-Karte mit NFC Funktion („ad-hoc-Laden"), mit der eigens konzipierten Unterhachinger Ladekarte als auch mit der Lade-App von ladenetz.de kann einfach und kontaktlos bezahlt werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Strom regional und zu 100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft ist. Der grüne Strom hat mit 36 Cent pro Kilowattstunde einen fairen Preis. Dieser setzt sich aus den Betriebskosten der Ladesäulen wie Stromkosten, Wartung und Soft- und Hardware zusammen.
Die maximale Ladeleistung beträgt 22 Kilowatt je Ladepunkt, jedoch beschränkt auf 33 Kilowatt pro Ladesäule. Auch die Parkdauer wird tagsüber von 8 bis 20 Uhr auf vier Stunden limitiert, damit Ladeplätze nicht unnötig blockiert werden. Bewusst wurde der Slogan „Unterhaching lädt auf" gewählt, um das Wir-Gefühl der Gemeinde Unterhaching zu stärken. Das Projekt steht und fällt mit der Annahme und der Nutzung der Ladesäulen der Bürger*innen. Leonie Pilar erhofft sich durch das Projekt eine Steigerung der E-Mobilität in der Gemeinde, um einen weiteren wichtigen Schritt in Sachen regionalen Klimaschutz zu erreichen.
Wer mehr über „Unterhaching lädt auf" erfahren möchte oder Interesse an einer Ladekarte hat, findet weitere Informationen inkl. der Standorte unter unterhaching-laedt-auf.de.

