Aus alt mach neu: die rebeutel
Es gibt sie als Einkaufstasche oder als Geschenkverpackung,
als Ersatz für die Brottüte oder die Plastiktüte beim Obsteinkauf: Die rebeutel
(Eigenschreibweise). Hinter den farbenfrohen Einkaufsbegleitern steckt die
simple Idee „aus alt mach neu". Denn die Einkaufstaschen bestehen aus alten
Stoffresten – und das ist nicht ihr einziger Clou. Doch die übliche Alternative für Verpackungsverzicht beim Einkaufen, Stofftaschen z.B. aus Bio-Baumwolle, fand die Steinhöringerin nicht überzeugend: „Das hilft zwar bei der Müllvermeidung, aber dahinter steckt eine immense Ressourcenverschwendung bei der Baumwollproduktion."
Die Lösung lag für sie daher in alten Stoffen, die bereits produziert sind, aber nicht mehr genutzt werden. „Meine Freundin Jutta Esser war sofort begeistert und wir haben begonnen, alte Gardinen und Stoffe zu sammeln", sagt sie. Beide Freundinnen dachten von Beginn an größer, schließlich wollten sie nicht nur selbst ihren Verpackungsmüll reduzieren, sondern auch regional etwas bewegen.
„Da ich unter anderem im Einrichtungsverbund Steinhöring arbeite, war für mich sofort klar, dass als Werkstätten für die rebeutel nur regionale und soziale Einrichtungen infrage kommen." Und die waren schnell begeistert. Inzwischen werden die Beutel in zehn Einrichtungen von Ebersberg über Haar und München (Stadt) bis nach Kaufbeuren gefertigt.
Jutta Esser & Waltraud Stitzl, www.rebeutel.de

