Wie Moore für den Klimaschutz wirken

28.04.2026 | Beim Wort Moor denken wir oft an Gruselgeschichten. Doch Moore sind wichtig für unser Klima und die Umwelt. Wir erklären, warum das so ist.
 
Kleine ImpulsE
für Ihre persönliche Energiewende
(Mai 2026)
 

Moore und der Klimaschutz

Die düsteren Legenden über umherirrende Seelen, schwarze Hände oder Mumien haben diese Kulturlandschaft in Verruf gebracht – dabei sind Moore sehr wichtig für unsere Umwelt. Denn Moore sind natürliche Kohlenstoffsenken. Sie entziehen der Atmosphäre das Treibhausgas CO2 und schützen so das Klima.
 
Was passiert in einem Moor? 
In Mooren ist das Erdreich ständig nass. Abgestorbene Pflanzen zersetzen sich nur sehr langsam. Über viele tausend Jahre entsteht so Torf – eine Art natürlicher Speicher, der große Mengen Kohlenstoff enthält und so über die Jahrhunderte bindet.

Warum sind Moore so wichtig?
Moore speichern nicht nur Kohlenstoff, sondern sind auch Lebensraum für viele seltene Tiere und Pflanzen, die nur dort überleben können. Außerdem wirken Moore wie riesige Schwämme: Sie nehmen Wasser auf und geben es langsam wieder ab. So helfen sie auch beim Hochwasserschutz.

Warum wurden viele Moore früher zerstört?
Früher hat man Moore oft trockengelegt, um die Flächen landwirtschaftlich zu nutzen oder Torf abzubauen. Torf wurde zum Beispiel als Brennstoff oder in der Gartenarbeit verwendet. Dafür wurden Entwässerungsgräben gegraben, damit das Wasser aus dem Moor abfließen konnte. So fielen sie trocken.

Welche Folgen hat das für die Umwelt?
Wenn ein Moor austrocknet, gelangt Sauerstoff in den Boden. Dann beginnt der Torf, sich schneller zu zersetzen, und der gespeicherte Kohlenstoff wird als Kohlendioxid freigesetzt. Dadurch entstehen große Mengen an Treibhausgasen. Gleichzeitig schwindet der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten.

Was bedeutet Renaturierung von Mooren?
Renaturierung heißt, ein Moor wieder in einen möglichst natürlichen Zustand zurückzubringen. Das wichtigste Ziel ist dabei: Das Moor muss wieder nass werden. Dazu verschließen Fachleute zum Beispiel alte Entwässerungsgräben oder bauen kleine Dämme. So bleibt das Wasser im Moor und der Boden wird erneut dauerhaft feucht. Mit der Zeit können typische Moorpflanzen und Insekten wieder zurückkehren.

Kann ich dabei mithelfen? 
Ja! Lokale Initiativen in ganz Deutschland fördern und unterstützen die Wiedervernässung von Moorflächen. Im Großraum München etwa arbeiten die Aktion Zukunft+, CO2-regio und der Deutsche Alpenverein zusammen. Sie sammeln nicht nur Spenden für die wertvolle Arbeit, sondern laden auch zum Moor-Mitmachtag im Südosten des Brucker Mooses (bei Aßling, Landkreis Ebersberg) am Sonntag, 14. Juni, ein.
 
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.energieagentur-ebe-m.de/Moortag

Die Energieagentur Ebersberg-München gGmbH bietet Privathaushalten eine unabhängige Energieberatung im Auftrag der Landkreise Ebersberg und München und in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Bayern an. Bei weiterführenden Fragen vereinbaren Sie gerne einen Termin über unser Beratungsformular.